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Tel Aviv zum Zweiten

Natalia Laska
Thomas Weiler (Übersetzung aus dem Polnischen)

Nach Yad Vashem lasse ich mich nicht schleifen, auch nicht zu einer Safari durch ein religiöses Viertel, wo chassidische und litauische Juden ihre Perücke und Plisseerock tragenden Frauen ausführen. Meine gesamte Aufmerksamkeit gilt dem Bauhaus, der in die Wüste gebauten Moderne. Und doch verwechsle ich die ulica Nalewki mit der Ben-Jehuda-Straße und den Rothschild-Boulevard mit dem Warschauer Plac Grzybowski am Tag der Premiere von „Das Purimwunder“.

Ich reise täglich nach Israel. Ich statte haaretz.com einen Besuch ab, es riecht nach Langeweile, man beklagt sich über Palästinenser oder Beduinen, aber nie über die Internet-Partnervermittlung „JDate“, für die neben der Uhr geworben wird, die die seit der Entführung des Gefreiten Gilad Schalit vergangenen Sekunden zählt. 1086 Tage in palästinensischer Gefangenschaft, Gilad ist auf dem Uhrenfoto zeitlos attraktiv wie Woody Allen in „Bananas“. Diesmal fliege ich mit der Lufthansa nach Tel Aviv. Neben mir sitzt David, ein verpickelter Teen, er kommt von einem Besuch bei seinem Vater zurück, der in Berlin Geschäfte macht. David hasst seinen Vater, hasst Deutschland: „I just hate it“, sagt er und lacht. Nicht zu fassen. Er ist stolz darauf, keine Erklärungen dafür zu suchen, keine Argumente zu finden. David hat in seiner Kamera Fotos von Bauwerken eingefangen (er hat vor kurzem alle europäischen Hauptstädte bereist), er rühmt sich, nichts über sie zu wissen, keine Ahnung von Geschichte zu haben: „I like how it is“. Die junge Generation.
Gemeinsam beobachten wir den religiösen Juden auf dem Fensterplatz. Er hat sich den Tallit über Kopf und Arme geworfen, es ist Zeit für das Schacharit, das Morgengebet. Eine Kapsel hat er schon vor der Stirn, eine zweite bindet er sich mit einem schwarzen Riemen um den Arm (wie die Aschkenasim oder die Sefardim). Jetzt pendelt er mit dem Oberkörper vor und zurück. Er sieht aus wie ein Kind auf der Schaukel, das Schwung holen will. Das Flugzeug als Schaukel. Vielleicht erlaubt er sich einen Scherz mit seinem Gott. Wer schaukelt wilder? Gleich landen wir in Tel Aviv, Davids Geburtsstadt, hier haben seine Großeltern seine Mutter zur Welt gebracht, in Sicherheit – Masel tov! – nach der „Alija“, der Rückkehr in die Heimat an Deck eines Schiffes zwischen Paketen, geflohen aus ihrem Schtetl irgendwo in Kleinpolen. Mehr weiß David nicht über seine Familie, aber das kümmert ihn weniger als das Problem, dass man nach 20 Uhr keinen freien Tisch mehr findet im „Sushi Samba Tel Aviv“, dem Abklatsch eines Designerlokals in Manhattan, wo Drinks serviert werden, die man sich von „Sex and the City“ abgeschaut hat.

„Balagan“
Die Landung. Vor dem Fenster die letzte klare Linie einer Krone weißer Gischt, dann Gebäude, hingestreut wie Spielzeug aus dem Strandeimerchen. Chaoskinder: Israel und Polen. Geschwister. Ada und Van Veen aus Nabokovs Roman. Ein verbotenes Gefühl, übermächtig, pikant. Mit dem Juden in die Scheune ins Heu, ohne Trauung, für die Jüdin Chaos im Kopf und im Gebet, denn der Priester spricht von Gottes Sohn am Kreuz, der Rabbi erzählt, das sei Quatsch, der Messias komme erst noch, aber nicht jetzt, weil er zu tun habe.
Polnisch-jüdisches Chaos: balagan. Wie von Polen ist auch von Juden häufig „balagan, balagan“ zu hören, nur betonen die Juden das Wort auf der ersten Silbe, die Polen auf der zweiten. Balagan im Fernsehen, wenn sich zwei Politiker hinsetzen und es mehr Meinungen gibt als Gebote auf dem Berg Sinai und es überhaupt nur darum geht, wer am lautesten schreit. Aus balagan entstand die Warschauer Metro (der erste Spatenstich erfolgte nach dem Krieg, heute gibt es 21 Stationen). Der ausgebaute Ben-Gurion-Flughafen von Tel Aviv wurde vor fünf Jahren (mit mehrjähriger Verspätung) eröffnet. Fast eine Milliarde Dollar für ein Ergebnis, das den Bedarf Israels übersteigt. 117.000 Quadratmeter, Glas und glänzender Marmor. Alles schön anzusehen, nur die Rolltreppen sind ständig kaputt. Logistischer balagan, so desorientiert wie die Fluggäste hetzt auch das Personal herum, Reinigungskräfte, Techniker, die nicht nach dem Weg fragen können, die kein Hebräisch sprechen, sondern nur po-russki.

Kopien
Überall Bekannte. Die israelische Galerie der wiederkehrenden Gesichter. Da, die junge Frau mit dem Lockenkopf und den Lenden Rahels, die spät gebar aber zahlreich, ist Marysia, einer Bekannten aus Warschau, wie aus dem Gesicht geschnitten. Ich möchte sie rufen, umarmen, nach ihrem kleinen Bruder Antek fragen, der in den 80er Jahren in eine assimilierte jüdische Familie hineingeboren wurde und plötzlich zur Verwunderung aller zu einem religiösen Juden heranwuchs, der jedes Jahr die Sukkot in einer Laubhütte feiert, die er auf dem Balkon seiner Plattenbauwohnung in Michalin errichtet. In einem Bus in Tel Aviv, der an Oleandern und baumgroßen, mit rötlichen Blüten übersäten Hibisken vorbeifährt, sehe ich die Kopie des rothaarigen Krzysiek aus Poznań. Dieselbe Körpersprache, das Bäuchlein, die darauf ruhenden Hände, die rotierenden Daumen.
Ich passe hier nicht her. Ständig werde ich angesprochen, gefragt, woher ich komme. Eine Gojische im Land der Juden. Aus Warschau? Und dann stellt sich heraus, dass der eigene Großvater aus Nowolipki stammt oder dass Verwandte dort geblieben sind, für immer, im Ghetto. Gibt es denn in Polen auch noch echte Juden? Was heißt echte? In der Kupa-Synagoge in Krakau herrscht gähnende Leere. Aber zum Festival der Jüdischen Kultur tritt der Marktplatz über die Ufer wie die Flüsse nach der Schneeschmelze. Im Warschauer Jüdischen Theater am Plac Grzybowski wird in Jiddisch gespielt (für Nichteigeweihte gibt es Kopfhörer), aber in den Pausen flucht Szymon Szurmiej wie Gott es ihm in den Mund legt – auf Polnisch.
Naja, und dann steckt in Warschau jeder seine Kinder in jüdische Kindergärten, weil die so gut sind. Ein jüdischer Name gehört wohl zum guten Ton, viele Jugendliche haben ihr „Coming out“ wie die Schwulen, mutig verkünden sie am Arbeitsplatz oder bei einer Party plötzlich die „Wahrheit“ über sich. Das macht erst mal großen Eindruck, was danach kommt, weiß ich nicht. Vielleicht ein Auftritt bei Anka Grupińska von Tok FM in der Sendung „Über Juden und auch über Polen“.


Fusion
An der Tayelet (Strandpromenade), dem Miami Beach von Tel Aviv, schlanke Schönheiten aus Äthiopien, Jüdinnen in olivgrünen Uniformen mit Funkgerät, gleich lehnen sie ihr M16 an eine Mauer, vergessen, dass sie im Dienst sind. Immigrantinnen aus Russland mit offenem langen Haar und luftigen Kleidern, als seien sie der tolstoischen Provinz entsprungen. Die Tel Aviv-Fusion aus den Farben des Nahen Ostens und dem Gemisch der Ethnien seiner Immigranten, die aus aller Herren Länder hierher gekommen sind. Darüber europäische Sauce: kleine Cafés à la Montmartre, Straßenbuchhändler wie in Kazimierz und Hinterhöfe, in denen man den Nachbarn lauthals beim Namen nennt und schon mal auch fremden Kindern eins auf den Hintern gibt.
Ein Ehepaar, das aus dem Łódź der Vorkriegszeit gekommen ist und es in Israel im Diamantengeschäft zu etwas gebracht hat, erörtert auf Polnisch sein Dilemma: „Sag mal, Herzchen, eins davon ist doch unseres, aber ich komm einfach nicht mehr drauf, welches.“ Sie legen den Kopf in den Nacken, schauen bald zum „Shalom Tower“ (34 Etagen plus Aussichtsplattform), bald zu den gläsernen Kolossen mit dreieckigem, rundem und quadratischem Grundriss, dem „Azrieli Center“. Kurz darauf fahren die „Diamantenen“ mit dem Taxi nach Jaffa (das liegt nur rund 20 Autominuten vom modernen Zentrum entfernt), in den ältesten Stadtteil am Meer, wo sie vor einer Moschee aus dem 12. Jahrhundert Halt machen, um sich dort über die Frage in die Haare zu bekommen, ob die Nachkommen des Stadtgründers Jafet, eines Sohnes Noahs (das ist der mit der Sintflut) nun aschkenasische oder eher sefardische Juden geworden sind. Die Diamanten-Kinder sprechen kein Polnisch. Aus ihnen sind Tel Aviver Juden geworden.

Hügel des Frühlings
Von Jaffas Gärten aus sieht man die „Weiße Stadt“ Tel Avivs wie auf dem Präsentierteller vor sich. Weiß ist die Farbe des Bauhauses – für die einen ein chaotisches Sammelsurium von Schuhkarton-Häusern, für die anderen die Quintessenz der Moderne, die die Siedler vom alten Kontinent hierher gebracht haben.
Rechtsanwälte, Bankleute, Wissenschaftler, aus den Konzertsälen von Paris, Warschau, Berlin oder Wien vertriebene Musiker. Wenn jemand den Hafen Palästinas erreichte und keinen Geigenkasten trug, hieß das nur, dass er Pianist war. Bis heute nennt man die aus Deutschland stammenden Aschkenasim „Jeckes“, da sie nach ihrer Ankunft im Hafen von Jaffa nicht einmal ihr Jacket, die „Jecke“ ablegten, sondern gleich zur Baustelle marschierten, wo sie einander unter Wahrung der Form die Ziegel reichten: „Bitte schön, Herr Doktor!“ „Danke schön, Herr Ministerialrat!“. Die „Jeckes“ wurden von einer Geschichte aus der Bahn geworfen, die nicht nur die industrielle Revolution sondern auch den Holocaust hervorgebracht hatte. Viele „Jeckes“ haben am 1919 von Walter Gropius und Adolf Meyer gegründeten Staatlichen Bauhaus Weimar studiert, das später nach Berlin verlegt und dort von den Nazis geschlossen wurde. Die Anhänger dieser Schule, die mit der Vergangenheit brechen wollten, mit der europäischen gekünstelten Literatur und der Musik Debussys (sie passte nicht zu den Wochenschauen des 20. Jahrhunderts), fanden in Palästina ideale Bedingungen vor. Denn wo das Bauhaus die Konfrontation von Handwerk und Kunst suchte, gab es hier den Kibbuz – Arbeit im Kollektiv für das Kollektiv. Rechtsanwälte aus Warschau und promovierte Mediziner aus Krakau, mit breitem Grinsen im Gesicht und Schaufeln in der Hand fand Ksawery Pruszyński, ein polnischer Reporter und Schriftsteller vor, als er 1933 nach Tel Aviv reiste, um sich dort anzusehen, wie polnische Juden die Gesellschaftspyramide auf den Kopf stellen und darauf ihr Israel errichten.
Das Bauhaus für die Gluthitze von oben, für die Feuchtigkeit, für die Meeresbrise, für die unerträgliche Schwüle. Die Betonplatte als faszinierendes, maschinell hergestelltes Fertigbauteil. Derselbe Beton, der im nördlichen Europa kühl und trist wirkt, lebt hier in der Sonne auf. Licht und Schatten spielen mit der Oberflächenstruktur. Sobald die Sonne im Zenit steht, erstrahlen die Betongebäude in reinstem Weiß. Wenn es dem orangeroten Sonnenuntergang entgegengeht, wird in den Fassaden an der Bialikstraße mit ihren gekachelten Hauseingängen Paul Klees „Villa“ lebendig.

 

Normales Land
Zwei Eckhäuser in der Jabotinskystraße: sie sehen sich an wie zwei Schiffe kurz vor der großen Karambolage. Die Wände der Dreigeschosser sind durchbrochen mit Balkonbändern ohne Ecken und Kanten, abgerundet, stromlinienförmig, wie es in den Nachkriegsjahren modern war, ein Muster für schnittige Autos und Lokomotiven, aber auch für Rührgeräte, Kühlschränke und Kleider. Diese futuristische Architektur wurde das neue Zuhause für die zusammengewürfelten osteuropäischen Einwanderer: Kaufleute, Rabbiner und eifernde polnische Chassidim aus dem Schtetl. Für sie baute man taschengroße Balkons und spielplatzartige Dachterrassen. Hier sollten die osteuropäischen Juden endlich, frei von Angst, auf Jiddisch von Nachbar zu Nachbar durch die ganze Straße brüllen können, in der allgemein üblichen Sprache, die nicht mehr als Minderheitenidiom geschmäht wird.
Irgendwo in dieser Gegend hat sich schon in den 50er Jahren der „polnische James Dean“ herumgetrieben, der Schriftsteller und Dandy Marek Hłasko, der aus dem kommunistischen Polen geflohen war, wie im Alten Testament beschrieben im Gelobten Land zunächst hungerte, sich dann aufpäppeln, einkleiden und mit der Diagnose „psychisch krank“ bei der Arbeit auf dem Bau therapieren ließ. Hłasko revanchierte sich für die erfahrene Hilfe mit Erzählungen über Israel, wie sie Ben Gurion nicht schöner hätte träumen können. Israel nicht mehr als das Land der Schoah-Überlebenden, sondern als „normaler Staat mit Nutten, Dieben und Mördern“.

 

Sprache
Der altehrwürdige Stetson ist so weiß wie das Rauchwölkchen unter seiner schlaffen Krempe, die Zigarre klebt an den Lippen, die Füße ruhen lässig auf einem Stuhl. Daniel sieht aus, als gehörte ihm die ganze Ben-Jehuda-Straße, dabei ist er nur der Portier von „Momos Hostel“, wo ein Einzelzimmer ohne Dusche für 200 Schekel zu haben ist. Daniel ist in Tel Aviv aufgewachsen, momentan ist er „kurz“ aus New York angereist, wo er Wirtschaft studiert. Daniel spricht ein köstliches Polnisch: „Mama kommt aus Łódź, Papa aus Warschau, sie sind in den 50er Jahren nach Israel ausgewandert. Zu Hause und mit mir haben sie nur hebräisch gesprochen, gezankt haben sie sich ständig auf Polnisch.“ Aus dem, was er seinen Eltern ablauschte, erwuchs das Polnisch Tuwims und Brzechwas. Daniel garniert seine Sätze wie Cat Mackiewicz (der von den eleganten Vorkriegsausgaben polnischer Klassiker) mit leicht antiquierten Einsprengseln wie „a zatem“ (infolgedessen), „skądże“ (i wo!) i „bodajże“ (mag sein). „Die Sprache ist meine Heimat“, seufzt er.
Manchmal gerät Daniel plötzlich alles durcheinander. So wie Wanda, einer alten Tante der Israeli Efrat, die als Choreografin in Berlin arbeitet. Diese Tante kam aus Jerusalem nach Łódź zur Hochzeit von Efrat und Wojtek, einem in Hamburg aufgewachsenen polnischen Juden. Die Achtzigjährige hatte ein halbes Jahrhundert lang kein polnisches Wort mehr von sich gegeben. Ihre Familie sah es als das kleinere Übel an, dass der Krieg ihr statt des Lebens das Gedächtnis genommen hatte. Als sie dann aber auf der Piotrkowska stand, redete sie plötzlich wie ein Wasserfall und stieß ihren Zeigefinger bald hierhin, bald dorthin: „Ach, hier hatte Yitzhak sein Stoffgeschäft, da fuhr die Straßenbahn, und da war das Wartehäuschen, hier konnte man Zeitungen und Schnürsenkel kaufen, und an dieser Bordsteinkante hat sich mein Zwi zu Jom Kippur 1930 den Knöchel verstaucht.“
Die Tel Aviver Damen mit den schiefen Perücken haben etwa das Alter der Tante. Sie sitzen auf den Bänken am Zion-Platz. Zwitschernd verscheuchen sie die lärmenden Kinder, jeder der Knirpse trägt eine Kippa, unter der rötliche oder pechschwarze Peot baumeln. Die gesamte Szene ließe sich auch auf den Platz vor dem Jüdischen Theater am Plac Grzybowski verpflanzen, auch dort stehen Schatten spendende Bäume, die Bänke dort sind genauso unbequem. Und doch wird sie sich dort nicht mehr ereignen. Sie findet hier statt, vor dem Panorama des modernen Dizengoff Center mit dem Verkehrsstau auf der mehrspurigen Fahrbahn und dem Turm, den die Einheimischen als abgenagten Maiskolben verspotten. Die alten Damen sagen, sie gehörten ohnehin zur Welt der „chinuch polani“, der alten Schule, die aus Polen gemeinsam mit der „ochel polani“ gekommen sei, der Küche mit ihren berühmten dicken Suppen, in denen der Löffel strammsteht.
Jetzt beginnt es zu regnen, und die Damen stieben wie ein nasser Hühnerhaufen auseinander, nur um sich gleich darauf unter der Markise von Gil Maoz´ Bar wieder zusammenzufinden, der seinen Hummus „liebevoll“ auf Tellern serviert, die an die Pionierjahre der Kibbuz-Zeit gemahnen, als Biokost keine Rarität war, sondern mühevolles Alltagsgeschäft.

 

ZEITREISEN & AUFHOLJAGDEN, P+, Nr. 10, 2009, S. 40


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